„Ankunft in Deutschland“ – Ein Projekt der Bundesfreiwilligen des Landkreises Nienburg

 

In Deutschland leben aktuell etwa 81,79 Millionen Menschen, wovon 13,4 Millionen Kinder sind. 4,9 Millionen dieser Kinder (36%) besitzen einen  Migrationshintergrund. 20 Prozent von ihnen mussten bereits nach ihrer Geburt durch eine Zuwanderung nach Deutschland Migrationserfahrung machen.[i] Wir, die Bundesfreiwilligen des Landkreises Nienburg haben uns diese Zahlen zum Anlass genommen, im Rahmen der Flucht von Kindern und Jugendlichen ein Projekt zu organisieren. Dieses wird in Kombination mit der BBS Nienburg, der Hauptschule Liebenau sowie den Oberschulen in Hoya, Steimbke und Uchte durchgeführt. Wir haben uns vorgenommen ein Projekt zu planen, welches zum Nachdenken über die Fluchthintergründe und Gefühle während der Flucht anregt, sich zudem aber auch als nachhaltig gestaltet. Aus diesem Grund befragten wir bis zu dem aktuellen Zeitpunkt 28 Schüler*innen zwischen 14 und 18 Jahren. Die teilnehmenden Schüler*innen stammen aus insgesamt zehn verschiedenen Ländern. Dazu gehören unter anderem Polen, Rumänien, der Irak, der Iran, Syrien, die Türkei, Bulgarien oder Afghanistan. Sie berichteten uns ausführlich über ihre Gefühle während der Ankunft in Deutschland, über die Erwartungen an die Mitschüler sowie über die schönsten Erlebnisse, welche sie während ihrer Zeit in Deutschland machten. Besonders die Schilderung der schönsten Erlebnisse innerhalb  Deutschlands erreichte eine weite, allerdings auch differenzierte Spannbreite, durch welche die jeweiligen Erfahrungen während der Flucht erkennbar wurden. Einige der Jugendlichen nannten den Begriff der „Sicherheit“  oder gar eine „Ärztliche Versorgung“ als schönstes Ereignis, wiederum andere nannten die Möglichkeit für das Erlernen einer neuen Sprache. Die Ergebnisse des Projektes wurden auf Plakaten festgehalten, um innerhalb der Schule eine Möglichkeit des Nachdenkens zu erschaffen. In der kommenden Zeit haben wir den Plan das Projekt zu erweitern, indem wir durch eine erneute Umfrage an eine größere Reichweite an Ergebnissen gelangen. Daraufhin werden wir „Roll-Ups“ erstellen, welche sich mit den Ergebnissen befassen, sodass auch andere Schulen, beispielsweise im Rahmen des Unterrichts von unseren Ergebnissen profitieren und diese nutzen können, um Schüler*innen bessere Einblicke zu verschaffen.

 

[i] Stand BpB (Bundeszentrale für politische Bildung) 2017

 

Bild der Plakate