„Ski Heil“ – Von der Schule auf die Piste

04.04.2018

Fünf Oberschulen zur Skiexkursion im Salzburger Land

Am Donnerstag, den 01.03.2018 um 22 Uhr abends war es endlich soweit: Abfahrt in Wagenfeld! Ein Doppeldeckerbus musste her, um dem Ansturm auf die Skikurse gerecht zu werden. Als alle Skikursteilnehmer und Lehrer und vor allem das Gepäck in dem Bus verstaut waren, ging es dann auch schon los, ab in Richtung Salzburger Land, dem österreichischen Werfen, wo wir am Freitag nach zwölfstündiger Nachtfahrt um 8.30 Uhr ohne Zwischenfälle ankamen. Das Ziel der Reise war erneut der Werfenerhof der Familie Rettenbacher, wo die teilweise noch ungeübten Schülerinnen und Schüler 8 ½ Skitage erwarteten.

Nachdem die Schülerinnen und Schüler ihre ersten Erfahrungen auf der Piste machen durften, wurden die Jugendlichen in acht gleichstarke Skigruppen aufgeteilt, unter denen sich auch eine Snowboardgruppe befand. Täglich ging es dann mit dem Skibus in das nahe gelegene Skigebiet Werfenweng.

Entstanden war die Idee, mehrere Schulen zu einer gemeinsamen Skifahrt anzuregen, vom Sportlehrer Frank Klausing von der Oberschule Wagenfeld. In den vergangenen Jahren aktivierte er die Schule am Geestmoor aus Rehden, die Von-Sanden-Oberschule Lemförde, die Carl-Prüter-Schule Sulingen sowie die Oberschulen Uchte und Varrel zu dieser Kooperation, um seine Idee einer gemeinsamen Skifahrt zu verwirklichen. „Das Skigebiet eignet sich aufgrund der zahlreichen blauen Pisten perfekt für Anfänger“, schwärmte Klausing. Schnell fanden sich motivierte Kolleginnen und Kollegen, die die Idee in ihren Schulen verbreiteten und 2016 fand dann die erste gemeinsame Skifahrt der Schulen statt. Den Oberschulen war nach dieser Reise klar, dass sie im kommenden Jahr erneut gemeinsam auf Skiexkursion gehen und diese Exkursion jedes Jahr mit in die Jahresplanung aufnehmen werden.

Die ersten Tage verliefen ganz nach dem Motto "Wie verhält sich mein Ski/Snowboard an meinen Füßen?" oder "Wie war das nochmal vor einem Jahr, als ich das letzte Mal auf Skiern stand?". Mit diesen Leitsätzen meisterten die Schülerinnen und Schüler die Pistenverhältnisse in diesen Tagen mit Bravour. An mehreren Tagen wurden wir sogar von der Sonne verwöhnt, die hin und wieder durch die Wolken blickte. Vereiste Pisten stellten nun kein ernsthaftes Problem mehr für die Schüler dar. Jetzt hatte man als Skilehrer so richtig Spaß mit den Schülern, die all das umsetzten, was ihnen am Tag zuvor oder noch am selben Tag beigebracht worden war.

Tag für Tag trafen sich alle bei einer „Brotzeit “zum Mittag im Barbarahof, um sich wieder für die nächsten anstrengenden, aber trotzdem erfolgreichen Stunden im Skifahren zu stärken. Angekommen im Hotel - vom „Frischmachen“ aller Teilnehmer bis hin zum gemeinsamen Abendessen, bei dem es stets eine kleine Rückblende über den vergangenen Skitag bzgl. der sportlichen Leistung etc. gab - verliefen die Nachtruhen doch überwiegend problemlos. In einer der Nächte hatte es sogar geschneit, so dass der Schnee schön griffig war und die Schülerinnen und Schüler nur so vor Fahrfreude strotzten! Das Erlernen von Kurven fahren, der richtigen Körperhaltung, der parallelen Skistellung, das richtige Carven oder das Fahren auf verschiedenen Pisten war zum Schluss nun kein Problem mehr. Am Ende der Woche konnten alle Schülerinnen und Schüler blaue und sogar rote Pisten bewältigen. Talentierte Anfänger und die wenigen Fortgeschrittenen haben darüber hinaus die 6 km lange Talabfahrt mit Nervenkitzel absolviert.

Die Durchmischung der Schülergruppen trägt zur Förderung der Sozialkompetenz bei und allein könnte eine Oberschule eine solche Reise kaum durchführen. Durch die Kooperation der fünf Schulen konnte ein großer Reisebus nur von uns besetzt werden, das Hotel war komplett für unsere Schulen reserviert und auf einer Hütte stand täglich ein Raum zum Verzehr der Lunchpakete zur Verfügung. Ein weiterer Vorteil der Kooperation besteht darin, dass durch die hohe Anzahl an betreuenden Lehrkräften relativ kleine Lerngruppen gebildet werden können. So besteht immer die Möglichkeit, leistungshomogene Gruppen zu bilden, was für die unterschiedlich schnell und gut lernenden Schüler die Motivation erhält.

„Nach der Skiexkursion ist vor der Skiexkursion“ und so starten schon die Vorbereitungen für die Fahrt 2019, auf die sich alle Schüler und Lehrkräfte bereits jetzt sehr freuen.
Abschließend möchten wir uns alle noch einmal bei allen Teilnehmern, Skilehrern und Snowboardlehrern für den reibungslosen Ablauf bedanken. Die 8 ½ Tage haben uns sehr viel Freude bereitet!
 

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